Samstag, 03. Oktober 2020

Ferdinand wird "Meisterschütze 2020"

Im Vorkampf mussten alle Schützen zunächst 25 Schuss in Zehntelwertung absolvieren. Danach folgten noch fünf Schuss, bei denen es darauf ankam, mindestens 9,0 Ringe zu erreichen. Die Anzahl der dabei erzielten Treffer wurde zum Ergebnis der Zehntelwertung addiert. Ferdinand war mit 243,6 Ringen Dritter des Vorkampfes, Fritz belegte mit 231,7 Ringen immerhin noch Platz 17. 

Die besten Vier jeder Disziplin durften beim Finale am 26. September in Wiesbaden um den Titel „Meisterschütze 2020“ und Geldprämien kämpfen. Dabei traten im Halbfinale zunächst der Erst- und Viertplatzierte und der Zweit- und Drittplatzierte in einem Ausscheidungswettkampf gegeneinander an. Die Sieger beider Begegnungen kämpfen dann im „großen Finale“ um Platz eins, die Unterlegenen im „kleinen Finale“ um Platz drei. Geschossen wurden 20 Schuss in Serien zu je zwei Schuss. Gewertete wurden dabei nur Treffer mit einem Ringwert von mindestens 9,0 ("Hit or Miss"). 

Trotz einer 5-stündigen Anreise und einem anschließend durch die örtlichen CORONA-Regeln bedingten weiteren einstündigen Aufenthalt Im Freien war Ferdinand von Beginn an hochkonzentriert dabei. Nach 14 "Hits" in Folge lag er bereits nach sieben Serien uneinholbar vor seinem Konkurrenten aus Hessen. Dessen bewusst, ist es ihm im Anschluss sichtlich schwergefallen, die notwendige Konzentration aufrecht zu erhalten. Das hatte bei den letzten drei Serien vier „Misses“ zur Folge, die aber keinen Einfluss auf den Ausgang der Begegnung mehr hatten.

Im "großen Finale" musste er sich dann mit David Obenaus auseinandersetzen, der bärenstark begann und die ersten drei Serien fehlerfrei blieb. Ferdinand hatte offensichtlich immer noch Probleme seine Konzentration wieder aufzubauen und lag dadurch zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Treffer zurück. Fast sah es so aus, dass der Brandenburger sich hier genauso klar durchsetzt, wie zuvor Ferdindand. Doch nach zwölf perfekten Schüssen in Folge und plötzlich einsetzendem Nervenflattern bei David konnte Ferdinand das Blatt wenden und lag vor der letzten Serie zwei Treffer vorn - nur einen "Hit" vom Sieg entfernt. Noch bevor Ferdinand zu seinem nächsten Schuss angesetzt hatte, leistete sich David einen weiteren "Miss"und es stand fest – der Meisterschütze 2020 des DSB in der Disziplin Luftpistole Schüler heißt Ferdinand Hengst. Neben diesem Titel können sich Schütze und Verein über eine Geldprämie von jeweils 250 Euro freuen. Glückwunsch Ferdinand!

Das Finale kann in einem Re-Live-Stream auf der Homepage des DSB nachverfolgt werden. Bittel klickt dazu im Video "Finale Druckluftwaffen" das Menüfeld in der rechten oberen Ecke an und wählt "Teil 2" aus. Foto: DSB Facebook-Galerie