Dienstag, 11. Februar 2020

43. INTERSHOOT Den Haag

Der Wettkampf hat erneut bestätigt, dass Freud und Leid im Schießsport sehr eng beieinander liegen können. 

Am ersten Wettkampftag schaffte Jenny mit 550 Ringen als Vorkampfvierte den erwarteten Einzug ins Finale. Lydia war ebenfalls auf gutem Weg dorthin, bis sie in der vorletzten Serie ein Defekt ihrer Scheibenanlage und ein damit verbundener Standwechsel etwas aus dem Konzept gebracht hat. Am Ende scheiterte sie mit 540 Ringen als Neunte knapp am Weiterkommen. Jenny, die gesundheitlich angeschlagen an den Start gegangen ist, konnte den Endkampf nicht auf ihrem gewohnten Niveau gestalten und war über ihren vierten Platz sichtlich enttäuscht. 

Doch es kam für sie noch schlimmer, denn die nächsten beiden Wettkampftage musste sie im Bett verbringen. Damit ruhten die sächsischen Hoffnungen nun allein auf den Schultern von Lydia. Diese steigerte sich im zweiten Wettkampf auf 551 Ringe und zog damit diesmal sicher ins Finale ein. Spürbar aufgeregt kam sie dort erst spät in Fahrt und sicherte sich immerhin Platz fünf. Von diesem Erfolg beflügelt, steigerte sie sich am letzten Wettkampftag im Vorkampf auf 555 Ringe, das zweitbeste Ergebnis des Tages. Im Finale ist sie im Vergleich zum Vortag deutlich selbstbewusster aufgetreten und hat sie sich von Beginn an auf den Medaillenplätzen festgebissen. Der dritte Platz auf dem Siegerpodest war der verdiente Lohn für ihre Anstrengungen.

Wir wünschen Jenny baldige Genesung und beiden viel Erfolg beim Kampf um die begehrten DSB-Kaderplätze.

Aller Ergebnisse unter www.intershoot.nl / Foto: Arno Brinkmann