Mittwoch, 18. Dezember 2019

9. Schul-Grand Prix im Luftgewehrschießen

Am Sonnabendvormittag herrschte beim „9. Grand-Prix der Schulen des Dresdner Nordens im Luftgewehrschießen“ wieder einmal Hochspannung in unserer Trainingshalle. Insgesamt acht Mannschaften der 6. Klassen der Schulen unseres Einzugsgebietes hatten sich nach achtwöchigem Training für das Finale qualifiziert. Bereits im Vorfeld hat sich angedeutet, dass dieser Jahrgang ein ganz besonderer ist. Aileen Krause (OS Weixdorf, Foto) und Anni Goldmann (Gymnasium) hatten die bisherigen Rekorde ihrer Schulen bereits auf 179 bzw. 178 Ringe hochgeschraubt. Am Finaltag gelang es dann Aileen sogar, den Rekord noch einmal auf 181 Ringe zu verbessern. Doch das Gymnasium zog nach und verbesserte seinen Rekord durch Joelina Krziwon ebenfalls bis auf diese Ringzahl. Da der Rekord der 82. OS seit 2015 auch schon bei dieser Marke steht befinden sich jetzt alle drei Schulen zumindest schießsportlich auf Augenhöhe.

Die Mannschaften des Pokalfinales wurden durch die drei Schützen gebildet, die sich während des Trainings als die besten Schützen ihrer Klassen herauskristallisiert hatten. Während einige Klassen sogar zwei Teams bilden konnten (6a der OS Klotzsche), mussten sich andere zusammenschließen, um an den Start gehen zu können. Beim Mannschaftsfinale sind zunächst alle Drittplatzieren gegeneinander angetreten. Emmi Husmann (Gymnasium 6c) und Finn Beyer (OS Weixdorf 6b+c) konnten sich dabei mit 157 bzw. 159 Ringen bereits etwas vom übrigen Feld absetzen, welches von Anni Goldmann (Gymnasium 6a) und Tim Franke (OS Weixdorf 6a) mit 149 Ringen angeführt wurde.

Im zweiten Durchgang gelang es dem Spitzenreiter, sich durch 172 Ringe von Anni Schwarz deutlicher von seinem Verfolger abzusetzen, für welchen Till Wedemann „nur“ 161 Ringe erzielte. Auf den folgenden Plätzen blieb es spannend. Die jetzt allein auf Platz drei liegende 6a des Gymnasiums trennten nur vier Ringe vom Vierten, der 6a der OS Weixdorf, und fünf Ringe vom Fünften, dem Zusammenschluss von 6b+d des Gymnasiums. 

Am Ende machte Aileen Krause mit ihrem bereits erwähnten Schulrekord von 181 Ringen alles klar für den neuen Grand-Prix-Gewinner, die Startgemeinschaft 6b+c der OS Weixdorf, die sich neben dem Pokal über ein Preisgeld von 200 Euro für die Klassenkasse freuen kann. Platz zwei belegte die 6c des Gymnasiums, für die Roberto Hilbert mit 161 Ringen vom Stand ging und 150 Euro gewann. Den dritten Platz und 100 Euro Bonus sicherte sich die 6a des Gymnasiums mit guten 172 Ringen von Carolin Nauck.

Den Abschluss des Grand-Prix bildete ein Einzelwettbewerb, bei dem die besten acht Schützen der Einzelrangliste der Trainingswettkämpfe in einem olympischen Finalschießen gegeneinander antreten mussten. Hier gab es lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Aileen Krause und Emilie Grubert (82. OS). Nach zehn der 24 Finalschüsse lag Emilie bereits 3,9 Ringe in Front. Doch während bei ihr in der Folge doch der eine oder andere Schuss knapp außerhalb der Neuen landete, drehte Aileen kräftig auf und platzierte acht ihrer verbleibenden 14 Schüsse in der Zehn! Am Ende gewann Aileen das Finale mit auch für erfahrenere Schützen beachtlichen 234,6 Ringen und 10,2 Ringen Vorsprung vor Emilie. Dritte wurde Anni Schwarz (OS Weixdorf), die bereits beim „Glühweinschießen“ eine Woche zuvor mit 186 Ringen für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Alle drei Gewinnerinnen konnten sich über Einkaufgutscheine für die Altmarktgalerie freuen. 

Stellt sich die Frage nach den jungen Herren. Roberto Hilbert (Gymnasium), der sich als einziger männlicher Teilnehmer unter die besten Acht geschossen hatte, musste als zweiter Schütze aus dem Finale ausscheiden und belegte am Ende Platz Sieben.

Erfreulich aus Sicht unseres Vereines ist neben der Werbung für den Schießsport, dass drei Schützinnen, unter ihnen Aileen Krause und Anni Schwarz, auf jeden Fall weiter im Verein trainieren werden, und dass darüber hinaus auch noch acht weitere Grand-Prix-Teilnehmer Interesse am Schießsport gezeigt haben und zunächst an einem dreimonatigem Probetraining teilnehmen wollen, darunter auch vier Jungs.