Dienstag, 03. Dezember 2019

2. Bundesliga Ost Luftpistole

Das dritte Bundesliga-Wochenende wird den Schützen und Teamverantwortlichen noch lange in Erinnerung bleiben. Eigentlich wollten wir nach der Zusage von Karl-Friedrich Rüllich endlich einmal mit unserer vermeintlichen Bestbesetzung in Rennen gehen. Doch nach den kurzfristigen Absagen von Kevin und Sebastian mussten wir am Ende froh sein, dass Uwe Rossberg und Moritz Beck in die Bresche gesprungen sind und wir wenigstens mit einer kompletten Mannschaft antreten konnten.

Im ersten Wettkampf gegen die favorisiert zweite Mannschaft des PSV Olympia Berlin sah es trotzdem lange nach einem knappen Sieg für uns aus. Jenny legte wie entfesselt los und hatte nach den ersten zwanzig Schuss, in denen sie 13 Zehnen in Folge (!) geschossen hat, bereits einen uneinholbaren Vorsprung. Am Ende hat sie den Wettkampf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 377 Ringen abgeschlossen. Uwe, der zwei Stände weiter schießend, den Blick nicht von Jennys Monitor lassen konnte, hat das so motiviert, dass er (er weiß selbst nicht wie) eine 98er-Serie geschossen hat und am Ende mit ebenfalls persönlicher Bestleistung von 370 Ringen sein Duell gewann. Nachdem feststand, dass Henrik auf Position eins und Moritz auf Position fünf ihre Punkte abgeben mussten, hing alles von Karl-Friedrich ab. Als er seinen Wettkampf beendet hatte, leuchtet bei ihm noch der gelbe Punkt des zu diesem Zeitpunkt in der Hochrechnung führenden. Seiner etwas langsamer schießenden Gegnerin gelang es jedoch, sich systematisch heranzuschießen und phasenweise sogar die Führung zu übernehmen. Mit ihrem letzten Schuss, einer Zehn, erzielte sie Ringgleichheit mit Karl-Friedrich und es musste wieder einmal um den entscheidenden Siegpunkt gestochen werden. Hier ging es extrem spannend zu, denn die Entscheidung ist erst nach dem vierten Stechschuss gefallen, leider zu unseren Ungunsten.

Im zweiten Wettkampf gegen die SGi Potsdam hatten wir uns kurz vor Schluss schon mit einer Niederlage abgefunden. Die erneut sehr schnell trotzdem gut schießende Jenny (371) und Henrik (372) hatten ihre Begegnungen zwar sicher gewonnen, doch auf den anderen Positionen schien es gegen uns zu laufen. Nachdem Uwe Gegnerin mit den letzten beiden Schüssen jedoch überraschend noch sechs Ringe abgegeben hatte, ist es erneut zum Stechen um die beiden Mannschaftspunkte gekommen. Hier lagen die Nerven blank. Nachdem die Potsdamerin ihren Stechschuss vor Aufregung deutlich hörbar in die „Drei“ gesetzt hatte, musste Uwe erst einmal seinen Schuss absetzen. Zu seiner Aufregung kann dadurch noch Zeitdruck (für jeden Stechschuss stehen nur 75 Sekunden zur Verfügung), wodurch sein Schuss zur Belustigung der Zuschauer nur knapp besser in der „Fünf“ landete.  Doch danach fragt am Ende keiner mehr. Wichtig sind einzig und allein die beiden Mannschaftspunkte.

Unser Team führt nun mit 6:4 Mannschaftspunkten als Vierter das „sichere Mittelfeld“ an und trifft am 5. Januar in Frankfurt/Oder auf den derzeitigen Tabellenführer, die SG Wechmar, sowie den Tabellenletzten, die Zehlendorfer SGi.