Montag, 03. September 2018

Deutsche Meisterschaften in München

Mit 25 Teilnehmerinnen war die PSSG mit Abstand die größte Vereinsabordnung innerhalb des SSB-Teams. Unsere SchützInnen sind aber auch mit 15 Medaillen von den Deutschen Meisterschaften zurückgekehrt und haben damit einen neuen „Rekord“ in der Vereinsgeschichte aufgestellt.

Allein 11 Medaillen gehen dabei auf das Konto unserer Jugendabteilung, die damit erneut erfolgreichster Verein im Nachwuchsbereich in den Pistolendisziplinen geworden ist.
Einen großen Beitrag zu diesem fantastischen Abschneiden haben Lydia Vetter (Foto) und Karl-Friedrich Rüllich geleistet. Lydia gewann die Einzelwertung in den beiden neuen MLP-Disziplinen Mehrkampf und Standard und belegte im Wettbewerb mit der normalen Luftpistole Platz 3. Karl-Friedrich stand ebenfalls zweimal ganz oben auf dem Siegerpodest. Sowohl im Präzisionsschießen mit der Luftpistole (377 Ringe!) als auch im MLP-Mehrkampf konnte er die Konkurrenz klar distanzieren. Im MLP-Mehrkampf erkämpfte er sich eine Bronzemedaille.

Die weiteren Medaillengewinner im Jugendbereich waren:
Jenny Merker – 2. Platz Einzel MLP-Standard Jugend weiblich
Emily Krüger – 3. Platz Einzel MLP-Standard Jugend weiblich
Emily Krüger, Karl-Friedrich Rüllich, Sebastian Schiefner – 2. Platz Mannschaft Sportpistole
Jenny Merker, Emily Krüger, Karl-Friedrich Rüllich – 3. Platz Mannschaft Luftpistole
Kevin Marks, Bruno Petrich, Sebastian Schiefner – 3. Platz Mannschaft Schnellfeuerpistole

Mit ein bisschen mehr Glück wäre sogar noch ein besseres Abschneiden möglich gewesen. In der Luftpistolen-Mannschaftswertung war unser Team ringgleich mit zwei anderen Mannschaften, musste denen aber aufgrund der besseren Summen der letzten Serien den Vortritt lassen.
Emily und Jenny waren mit der MLP im Mehrkampf nach den beiden Genauigkeitsserien bereits klar auf Medaillenkurs. Nachdem erst Jenny und dann Emily in der ersten Schnellfeuerserie je einen Zeitfehler geschossen hatten, schien der Traum von einer Medaille bereits ausgeträumt. Beiden gelang es jedoch, sich wieder an die Medaillenränge heranzukämpfen und Emily hatte sogar die Chance, um Platz drei zu stechen. Trotz einer guten Stechserie musste sie sich hier aber leider ihrer Gegnerin knapp geschlagen geben. Das gleiche Schicksal hatte Tage zuvor bereits Kevin Marks im Schnellfeuerpistolen-Wettkampf der Junioren ereilt.
Eine schon fast sicher geglaubte Medaille hat auch unser ansonsten nervenstarker „Karli“ Rüllich aus der Hand gegeben. Vor der letzten Serie mit der Sportpistole lag er noch auf Goldkurs. Abgelenkt durch das „Studium“ der Ergebnisse seiner Konkurrenten leistete er sich aber dann eine Reihe von kleineren Fehlern, die ihn am Ende bis auf Platz sechs zurückwarfen.
Dass Hoffnung besteht, dass wir auch in Zukunft ähnliche Erfolge feiern können, hat das Abschneiden unserer vier jüngsten Teilnehmer gezeigt, die erst im Frühjahr mit dem Training begonnen haben. Vor allem Ferdinand Hengst hat mit seinen 171 Ringen mit der Luftpistole bereits den Anschluss an die älteren Schützen geschafft.
Das wiederholt gute Abschneiden bestätigt erneut das große Potential welches in unserem Sichtungssystem steckt. Die beispielhafte materielle Unterstützung seitens des Landessportbundes, der Stadt Dresden, des Sächsischen Schützenbundes und durch den Verein sind ebenfalls wichtige Bausteine des Erfolges. Entscheidend war aber ganz sicher die aufopferungsvolle Betreuung unserer NachwuchsschützInnen durch unsere beiden Trainer Frank Lehmann und Peter Frohberg, für die sich der Verein bereits an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte.

Doch auch unsere älteren SchützInnen haben ihren Beitrag zu der beeindruckenden Bilanz geleistet. Matthias Putzmann ist in der Herrenklasse mit der Sportpistole Dritter geworden. Auch er hadert etwas mit seinem Schicksal, denn zuvor war er im Finale des Schnellfeuerwettbewerbes nah dran gewesen, Olympiasieger Christian Reitz aus dem Rennen um die Medaillen zu werfen. Am Ende hatte Christian aber doch die stärkeren Nerven und gewann das Stechen um Platz drei klar.
Dass unsere „älteren Damen“ immer für eine Medaille gut sind, haben sie auch in diesem Jahr wieder unter Beweis gestellt. Im KK-Liegendwettbewerb konnte unsere Mannschaft mit Elke Frohberg, Birgit Rosenkranz und Sabine Lüth den Vizemeistertitel feiern, was zugleich der Auftakt für unseren „Medaillenregen“ war.
Einige unserer SchützenInnen waren auch dieses Jahr wieder für andere Landesverbände am Start, da im SSB nicht genügend MitstreiterInnen für die Bildung einer Mannschaft vorhanden waren. Anne Kowalski hat in der „Königs-Disziplin“ KK-Gewehr 3x20 Schuss für die Schützenbruderschaft Freiheit (Niedersachsen) geschossen und konnte sich nach dem Gewinn des zweiten Platzes in der Mannschaftswertung über die vierte DM-Medaille ihrer Karriere freuen.
Manfred Simon war, wie schon in den Vorjahren, mit der Sportpistole für die Altherrenmannschaft des PSV Olympia Berlin unterwegs. Da der Leistungsträger dieser Mannschaft, Uwe Potteck, aus gesundheitlichen Gründen nicht an der DM teilnehmen konnte, blieb dem Seriensieger der letzten Jahre diesmal eine Mannschaftsmedaille verwehrt. Allerdings gelang Manfred dafür in der Einzelwertung der Senioren der Sprung auf den dritten Platz des Siegertreppchens.

Der Verein bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen für ihren Einsatz und beglückwünscht besonders jene SchützInnen, die Medaillen gewonnen oder ein für sie überdurchschnittliches Resultat erzielt haben. Wie jedes Jahr gilt: Nach der DM ist vor der DM.