Dienstag, 31. Juli 2018

2. DSB-Rangliste und WM-Qualifikation

Am letzten Wochenende kämpften unsere besten Schützen in München und Suhl bei der 2. DSB-Rangliste um den Verbleib bzw. die Aufnahme in den Nationalkader. Zwei von Ihnen, Anne und Mathias, hatten dabei sogar die Chance sich für die WM in Chawong/Südkorea zu qualifizieren.
Anne erreichte in München mit dem KK-Gewehr im Dreistellungskampf 3x40 Schuss einen Schnitt von 1154,5 Ringen womit sie ihren Durchschnittswert gegenüber dem Vorjahr um sieben Ringe steigern konnte und mit 1159 Ringen eine neue persönliche Bestleistung erzielte. Zwar war sie damit noch ein Stück weg von der WM-Qualifikation (Platz 8), aber der derzeit neunte Platz in der Rangliste lässt sie weiter hoffen, sich ihren großen Traum einer Kadernominierung erfüllen zu können.
Mathias schoss bei den Wettkämpfen der Pistolenschützen in Suhl mit der Schnellfeuerpistole erneut Ergebnisse im 570-er Bereich, angesichts der bärenstarken Konkurrenz reichte das aber leider nicht für die erhoffte WM-Teilnahme. Am Ende fehlten ihm bei der Addition der drei besten Ergebnisse der WM-Ausscheidung leider zehn Ringe. Mit seinem sechsten Platz in der Rangliste darf er sich aber berechtigte Hoffnungen auf einen Verbleib in der DSB-Auswahl machen.
Sebastian, der in der SFP-Jugendklasse am Start war, ist dem Bundestrainer durch seine Anschlagsstabilität positiv aufgefallen. Allerdings musste der Chefcoach aber auch schwerwiegende Fehler bei der Abzugsbetätigung bemängeln. Wenn Sebastian und sein Trainer jedoch zielstrebig daran arbeiten diese abzustellen, kann ihm vielleicht im nächsten Jahr der Sprung in den Junioren-Kader gelingen.
Für Fernando waren die drei Tage in Suhl leider ein totales Desaster. Durch (nicht von ihm) unsachgemäß durchgeführte „Wartungsarbeiten“ an seiner Luftpistole hatte sich sein Abzug so verstellt, dass sich während des ersten Wettkampfes bereits beim Erreichen des Druckpunktes Schüsse lösten und im Weißen landeten. Obwohl Olympiasieger Christian Reitz völlig uneigennützig eine kurze Pause zwischen zwei Wettkämpfen dafür geopfert hat, um den verursachten Schaden wieder zu beheben, war Fernando mental so niedergeschlagen, dass es ihm auch in den beiden folgenden Wettkämpfen nicht gelang, sein eigentliches Leistungsniveau auch nur annähernd zu erreichen. Für ihn kommt es jetzt darauf an, den Kopf wieder frei zu bekommen, sich gut auf die DM vorzubereiten und dort die Bundestrainerin zu überzeugen, ihn im nächsten Jahr zumindest wieder den Status des D/C-Kaders zuzuerkennen.
Jenny und Karl-Friedrich haben in der Jugendklasse solide Leistungen abgeliefert, wobei ihre Wettkämpfe altersbedingt immer wieder kleine Achterbahnfahrten der Gefühle sind. Bei Jenny löste sich in der dritten Serie ihres bis dahin sehr guten zweiten Wettkampfes ein Schuss zu früh und traf nur den Kasten der Scheibenanlage. Sie erreicht zwar trotz dieses Null-Schusses noch 354 Ringe, musste aber mehrere Konkurrentinnen im Kampf um den Kaderplatz an sich vorbei ziehen lassen. Doch bereits am nächsten Tage legte sie tolle 372 Ringe nach und erkämpfte sich die Spitzenposition zurück. Karl-Friedrichs Wettkämpfe waren mit 365, 369 und 363 zwar anscheinend ausgeglichen, ein Blick auf die Serien zeigt jedoch, dass er sich immer wieder durch kleine „Aussetzer“ um deutlich höhere Ergebnisse gebracht hat. Doch auch er liegt mit Platz drei in der Rangliste und nur neun Ringen Rückstand auf den Spitzenplatz bei den Jugendschützen noch chancenreich im Rennen.
In die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Kaderplätze fließen die bei den Deutschen Meisterschaften in München geschossenen Ergebnisse noch mit ein. Wir drücken dafür allen unseren Startern ganz fest die Daumen!